Schmerztherapie

 

In Deutsch­land lei­den etwa 8 Mio. Men­schen unter chro­ni­schen Schmer­zen. Oft lässt sich deren Ursa­che nicht ein­deu­tig fin­den oder nicht voll­stän­dig behe­ben. Der chro­ni­sche Schmerz ent­wi­ckelt sich als eigen­stän­di­ges Krank­heits­bild.

 

Bestehen Schmer­zen über einen län­ge­ren Zeit­raum, hat neben der Beein­träch­ti­gung der Lebens­qua­li­tät des Pati­en­ten in der Regel auch Aus­wir­kun­gen auf das Fami­li­en­le­ben, den Freun­des­kreis und das Arbeits­le­ben.

 

Chro­ni­sche Schmer­zen sind ein bio-psy­cho-sozia­les Gesche­hen, d.h. die Schmerz­krank­heit hat bio­lo­gi­sche, psy­chi­sche, sozia­le und kul­tu­rel­le Aspekte. Es han­delt sich dabei um eine so viel­schich­ti­ge Erkran­kung, dass ein Schmerztherapeut einen ganz­heit­li­chen Ansatz zur Erstel­lung eines The­ra­pie­kon­zep­tes zur Behandlung der Schmerzen verfolgen und anwenden wird.

Es kom­men schulmedizinische als auch alter­na­ti­ve Heil­me­tho­den wie zum Beispiel die Homöopathie, Massagetherapie, Dornbehandlung und Ernährungstherapie zum Ein­satz.

Beschwerden des Bewegungsapparates:

  • Rückenschmerzen
    • Lumbalgien
    • Ischialgien
    • Iliosakralgelenksyndrom
  • Beschwerden der Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Schultergürtel sowie Arme und Hände
  • Schmerzlinderung bei Skoliose, Morbus Scheuermann, Morbus Bechterew
  • Hüft- und Knieschmerzen

Weitere Beschwerden:



 

DORN - THERAPIE

Die Dorntherapie ist eine sanfte manuelle Behandlungsmethode, mit der sich Wirbelsäulen- und Gelenkblockaden rasch und dauerhaft beseitigen lassen. Vorwiegend werden Beschwerden des Bewegungsapparates behandelt, dabei wird reflektorisch auch auf Erkrankungen innerer Organe eingewirkt. Erklärung hierfür sind z. Bsp. die Dermatome oder die Head‘schen Zonen sowie das Leitbahnsystem der TCM.

„Sanft“ bedeutet, dass die Korrektur in der Bewegung durch die Hände der Therapeutin erfolgt. Durch Schwingung des gegenseitigen Armes oder Beines und durch die Fixation des Wirbels durch die Therapeutin können Blockaden gelöst werden. Die Gelenkbänder werden nicht überdehnt und es besteht keine Gefahr, dass die Therapeutin versehentlich andere Strukturen verletzt.

Das Prinzip der Dorntherapie entspricht dem Bild „das Haus von untern aufbauen“. Wenn ein Haus kein solides Fundament hat, verzieht es sich und bekommt Risse. Man kann die Risse zuspachteln aber sie werden immer wieder auftreten, wenn das Fundament nicht begradigt wird.

Schmerzen entstehen meist durch länger bestehende Fehlstellungen, entsprechend den Rissen im schiefen Haus. Bieten Beine und Becken keine stabile, gerade Basis (Fundament) können Wirbelblockaden oder Skoliose entstehen. Also muss zunächst das Fundament gerichtet werden, auch wenn die Schmerzen beispielsweise im Nacken sind. Es wird also der ganze Körper von den Füßen über Becken, gesamte Wirbelsäule, Schultern bis zu den Fingern, Gelenk für Gelenk durchgearbeitet. Bis alle Gelenke wieder in ihrer optimalen Stellung sind.

Um zu verhindern, dass das Gelenk wieder in die falsche „gewohnte“ Gelenkstellung zurückgleitet, bekommt der Patient einfache individuelle Übungen mit, die er zu Hause regelmäßig durchführen soll.



 

HOMÖO-PATHIE 

 

Nach dem Ähn­lich­keits­prin­zip wird den Krank­heits­sym­pto­men ein Arz­nei­mit­tel gegen­über­ge­stellt, dass in der Lage ist, die­se Sym­pto­me bei Gesun­den her­vor­zu­brin­gen, wenn sie die Arz­nei ein­neh­men.

Das Wis­sen über die Wirk­sam­keit der Arz­nei­en bei Gesun­den wird im Rah­men von soge­nann­ten Arz­nei­mit­tel­prü­fun­gen erwor­ben und gesam­melt. Homöo­pa­thi­sche Arz­nei­en wer­den nach den Regeln des homöo­pa­thi­schen Arz­nei­mit­tel­bu­ches her­ge­stellt. Das wesent­li­che Prin­zip ist dabei die Ver­dün­nung und die Ver­schüt­te­lung (Poten­zie­rung) der Arz­nei.

Es gibt eini­ge wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chun­gen, wel­che die kli­ni­sche Wirk­sam­keit der Homöo­pa­thie durch­aus bele­gen. Und es ist ledig­lich eine Fra­ge der Zeit, wann wir Metho­den ent­wi­ckeln kön­nen, die gute kli­ni­sche Erfah­run­gen und viel­zäh­li­ge Hin­wei­se aus Unter­su­chun­gen basis­wis­sen­schaft­lich im Expe­ri­ment nach­voll­zieh­bar machen kön­nen. Bis dies der Fall ist, wer­den wir allerdings wei­ter­hin mit den über 200 Jah­ren Erfah­rung in der Behand­lung mit homöo­pa­thi­schen Mit­teln arbei­ten; im Wesent­li­chen nach den Regeln, die Samu­el Hah­ne­mann auf­ge­stellt hat – der Begrün­der der Homöo­pa­thie.

In der homöo­pa­thi­schen Ana­mne­se wird das Krank­heits­bild in sei­ner Gesamt­heit abge­bil­det. Wenn also z.B. Schmer­zen das Krank­heits­bild aus­ma­chen, wird der Schmerz in allen Facet­ten und Eigen­hei­ten erfasst. Das passende Arzneimittel wird nach dem Ähnlichkeitsprinzip ausgewählt. Das Konzept ist also die Hinwendung zum Schmerz selbst. Das macht die Suche nach einer möglichen Ursache als Therapieansatz unnötig und daher ist die Homöopathie in Kombination mit unterstützenden Therapiemaßnahmen, z.B. der Massagetherapie, Dornmethode und Ernährungstherapie, eine sehr wirksame und zielführende Heilmethode.



 

     MASSAGE

     THERAPIE

Die Massagetherapie ist eine Weichteilmanipulation durch Finger, Hände und Unterarme des Therapeuten mit direkter Berührung des Patienten. Sie beinhaltet verschiedene Techniken wie die klassische Massage, Sportmassage und Triggerpunktbehandlung.

Die Massagetherapie beginnt mit einer Befunderhebung, dem entsprechend die Auswahl der Techniken, eine individuelle Therapieplanung und letztendlich der systematischen Durchführung.

Hauptindikationen sind Rücken- und Nackenschmerzen. Die Massagetherapie verbessert körperliche und psychische Symptome. Sie soll Schmerzen lindern und den Tonus im Gewebe senken.

Effekte der Massagetherapie sind die Anregung des Sauerstoff- und CO²-Austausches sowie eine Verbesserung des An- und Abtransportes zellulärer Nährstoffe und Stoffwechselendprodukte, was zur Entmüdung der Muskulatur und zur Schmerzlinderung führt. Außerdem wird der venöse und lymphatische Rückstrom gefördert, was zur vermehrten Ausschwemmung schmerzverursachender Substanzen aus dem Muskelgewebe führt. Die hormonelle Stressreaktion wird auf verschiedenen Ebenen positiv beeinflusst und es kommt zu einer verbesserten Immunantwort des Immunsystems. Massagetherapie  fördert einen Anstieg des Hormons Oxytocin, welches angstlösend, schmerzlindernd, blutdrucksenkend, antistressähnlich auf das Nervensystem und eine starke körperliche Entspannung bewirkt.